Tierisch-in-Balance

Osteopathie

Als zertifizierter Pferdeosteopath (VETogether/Ralf Döringshoff) verfolge ich einen ganzheitlichen Ansatz und verbinde in meinen Behandlungen Struktur und Funktion miteinander.

Osteopathie beim Pferd

Wenn beispielsweise der 7. Halswirbel blockiert ist, kann dies Probleme in der Vorhand verursachen und zu einer Taktunreinheit in einer der Vordergliedmaßen führen.

Verspannungen können sich zum Beispiel über den Rücken entwickeln. Wenn das Pferd Schmerzen in der vorderen rechten Gliedmaße hat, verlagert es automatisch sein Gewicht auf die Diagonale nach hinten links, was zu verschiedenen Folgeproblemen führen kann. Als Osteopath suche ich nach der Ursache und behebe die Läsionen, indem ich mich an den vier Säulen der Osteopathie orientiere:

1. Parietale / Strukturelle Osteopathie

Diese Umfasst den gesamten Bewegungsapparat mit Gelenken, Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden und Knochen. Falsche oder übermäßige Beanspruchung des Körpers können Blockaden hervorrufen, die dann durch vorwiegend manuelle Techniken gelöst werden können.

2. Fasziale Osteopathie

Der gesamte Bewegungsapparat wird von dünnen Häuten, den Faszien umgeben. Sie sind sehr elastisch und bewegen sich mit dem Körper. Sie bieten den Strukturen Schutz und umhüllen sie. Über die Faszien können Spannungen auf weit entfernt liegende Stellen des Körpers übertragen werden. Probleme müssen sich nicht zwangsläufig dort zeigen, wo sie entstanden sind.

3. Viszerale Osteopathie

Dieses System umfasst die Organe, die durch Faszien mit dem Bewegungsapparat verbunden sind und somit eine starke Verbindung und Einwirkung auf Knochen, Gelenke, Muskeln und andere Faszien haben. Aus verschiedenen Gründen können Dysfunktionen der Organe auftreten. Als Folge können Spannungen in den betroffenen Organen aufgebaut werden, die sich dann auf den Bewegungsapparat übertragen.

Viele Probleme des Bewegungsapparates können sich auf die inneren Organe auswirken, und umgekehrt können auch Probleme der inneren Organe im Bewegungsapparat auftreten. Zum Beispiel können Pferde, die wiederholt Lahmheit hinten rechts oder intermittierende Blinddarmkoliken haben, möglicherweise an einer Lendenwirbelblockade oder einem Problem direkt am Blinddarm leiden. Eine Behandlung der Lendenwirbelsäule könnte zu einer deutlichen Linderung der Symptome führen, aber eine direkte Behandlung des Blinddarms mittels viszeraler Osteopathie würde wahrscheinlich zum endgültigen Erfolg führen. Die tiefen Zusammenhänge, wie etwa die Verankerung des Aufhängeapparats des Blinddarms an der Lendenwirbelsäule, sind wichtig für eine ganzheitliche osteopathische Behandlung.

4. Craniosacrale Osteopathie

William G. Sutherland fand heraus, das der Liquor (die Flüssigkeit, die das Gehirn versorgt), nicht nur im Gehirn zu finden ist sondern über das Rückenmark bis ins Kreuzbein fließt und das Nervensystem, den Bewegungsapparat wie auch den Hormonhaushalt beeinflussen kann.

Die Wirbelsäule ist die Verbindung zwischen dem „Cranium“ (Schädel) und dem „Sakrum“ (Kreuzbein). Umhüllt werden die Strukturen von den Hirnhäuten, darin pulsiert der Liquor. Durch veränderte Pulsation des Liquors können die oben genannten Systeme in Ungleichgewicht gebracht werden und Symptome entstehen.

Indikationen der Pferdeosteopathie

  • Lahmheiten, unregelmäßiges Gangbild
  • Unphysiologische Kopf- oder Schweifhaltung
  • Nach Trauma (z.B. Sturz) oder Zahnbehandlungen
  • Allgemeine Schmerzzeichen
  • Degenerative Erkrankungen wie Arthrose
  • Bei Leistungsabfall
  • Nach Operation
  • Erkrankungen mit Bewegungsveränderung (z.B. Spondylosen)
  • Muskuläre Auffälligkeiten (Verspannungen, Abbau)
  • Neurologische Erkrankungen
  • Als Teil der Geriatrie
  • Plötzliche Verhaltensänderung
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